Mit ner Trennwand kannst du aus einem Raum zwei machen.
Das ist was für echte Macher.
Da gibt ne ganze Menge zu beachten.
Du brauchst 3 Tage inklusive allen Trocknungszeiten. Kriegst Du allein hin, aber ein Helfer ist besser.
Und das machst Du:
Als erstes genau messen und planen,
die Lage der Wand, die Dicke, die Türplatzierung und so weiter.
Dann stellst Du das Ständerwerk.
Die erste Seite wird verkleidet – Innen gedämmt
und die Installationen gemacht – danach die zweite Seite. Spachteln, Schleifen. Fertig!
Und das brauchst du: das Ständerwerk aus Metallprofilen,
Gipskartonplatten, Dämmung, Schnellbauschrauben und was zum Spachteln.
Außerdem noch andere Dinge, lad Dir am besten gleich unsere komplette Liste runter.
Bevor Du nen Raum mit ner Trockenbauwand abtrennst, musst Du Dir erst mal die genaue Position der Wand überlegen.
Hier soll sie von der Dachschräge, über den offenen Giebel bis zur gemauerten Wand an der Eingangstür gehen.
Da soll sie bündig anschließen. Überleg Dir auch, wo die Tür später sitzen soll.
Für die genaue Lage deines Ständerwerks musst Du auch die Stärke Deiner Trennwand berücksichtigen.
Da kommt’s drauf an welche Platten Du nimmst,
welche Höhe Du brauchst, welche Schalldämmung und was für’n Wandbelag drauf soll.
Die Wand hier besteht aus 50 Millimeter Metallprofilen.
Darauf kommen 12,5 Millimeter starke Gipskartonplatten, zweilagig.
Das Ganze ist dann insgesamt 100 Millimeter stark.
Die Ständerprofile sitzen dementsprechend von der Außenkante Deiner späteren Wandoberfläche nach innen versetzt.
Mach Dir dafür eine Markierung.
Damit die Trennwand parallel zur gegenüberliegenden Wandseite verläuft,
misst Du aus und überträgst das Maß auf den Boden.
Genau hier läuft dann dein Ständerwerk lang.
Jetzt brauchst Du nen Kreuzlinienlaser. Mit dem geht’s am einfachsten.
Richte Ihn genau an Deiner Markierung aus
und übertrag die Lage der Trennwand auch nach oben auf die Dachschräge,
Decke und die Wand links.
Reicht, wenn Du alle 50cm eine Markierung machst.
Spätestens jetzt brauchst Du aber ne Skizze.
Da notierst Du Dir alle Maße für Dein Ständerwerk.
Die Abstände hier brauchst Du gleich,
um Deine Metallprofile auf die richtige Länge zu bringen.
Überleg dir jetzt, welches Plattenformat du nimmst
und wie viele Lagen du aufbringst.
Hier werden die Platten horizontal verlegt.
In einem Maß von 60 x 200cm,
wichtig dabei ist: keine Kreuzfugen.
Die senkrechten Aussteifungsprofile setzt Du in diesem Fall im Achsabstand von 50cm.
Je nach Plattenmaß und Lage variiert das.
Genaueres kriegst Du vom Hersteller des Trockenbausystems.
Zum warm werden schaffst Du die Gipskartonplatten auf Deine Baustelle.
Für Nassbereiche die imprägnierte Variante, erkennst Du auch daran, dass die Platten grün sind.
Für Wohnbereiche reicht die normale.
Außerdem noch die Metallprofile.
UW Profile, CW Profile, UA Aussteifungsprofile für die Tür und das Türsturzprofil.
Und natürlich Schrauben und noch jede Menge andere Dinge, die Liste hast Du Dir ja hoffentlich geladen, oder?
Fang am Boden mit den UW Profilen an.
Die schneidest Du mit der Blechschere auf die richtige Länge. Auf die Rückseite kommt Dichtungsband als Schallschutz.
Erst auf jeder Seite die Metallprofile einschneiden, knicken und auch die andere Seite durch.
Befestigt werden sie im Holzboden einfach mit Flachkopfschrauben und nem ordentlichen Akkuschrauber.
Drauf, gas geben, fest.
Bei nem anderen Untergrund musst Du evtl. Dübel verwenden
wähl die Befestigung immer passend zu Deinem Untergrund.
Die UW Profile nutzt Du auch an der Dachschräge und der Decke.
Wenn ein Profil nicht lang genug ist, kannst Du die Strecke problemlos stückeln.
Natürlich muss unter deiner Wand ne tragfähige Unterkonstruktion sein, am besten Dachsparren.
Hier an der Seite musst Du Dein Profil für die Kabel einschneiden und nach innen umbiegen.
Achte darauf, dass das Kabel vom Blech nicht beschädigt werden kann.
An senkrechten Stellen, nimmst Du die CW Profile.
Oben und unten in die UW Profile stellen und wieder an der Wand verschrauben.
Sowas geht natürlich nicht.
Das Profil muss überall stabil anliegen,
also sollte Deine Wand gerade sein, oder Du legst was unter, damit’s fest wird.
Natürlich musst Du auch hier die Befestigung passend zu Deiner Wandart wählen,
zum Beispiel Schrauben und Dübel, damit’s richtig fest wird.
Markier dir jetzt auf dem Profil, wo die senkrechten CW Profile hinkommen.
Naja, oder im Profil, sieht man ja sonst nicht mehr.
Bei der ersten Markierung die halbe Profilbreite abziehen.
An der Türaussparung geht’s im gleichen Abstand weiter.
Jetzt kommt wieder der Kreuzlinienlaser.
Mit dem überträgst du die Markierungen nach oben, damit die Profile später auch senkrecht stehen.
Die nötige Länge Deiner CW Profile misst Du mit 2 Zollstöcken.
Zieh von dem Maß 2cm ab,
damit Du sie zum Ausrichten in den UW Profilen noch bewegen kannst.
Für die Tür nutzen wir ein UA Aussteifungsprofil.
Bei dem musst Du von der Länge den Überstand der Befestigungswinkel abziehen.
Oben und auch unten.
Je nach Deckenhöhe oder Türart kannst Du für die Tür übrigens auch ein CW Profil nehmen.
Das Blech hier ist so stabil, dass Du mit nem Winkelschleifer arbeiten musst.
Unter der Deckenverkleidung sitzt bei uns ein Sparren, deswegen können wir den Befestigungswinkel dort direkt verschrauben.
Korrekt ist’s aber, wenn Du Ihn im 90 Grad Winkel einbaust.
Dafür kannst Du Dir zum Beispiel einen Sturz aus Holz in Deinem Dach einziehen
oder vorab vom Zimmermann einziehen lassen. Jedes Dach ist ein bisschen anders.
Bestimmt brauchst auch du ne individuelle Lösung, so wie wir.
Sprich im Zweifelsfall mit nem Architekten oder Statiker, vor allem bei schweren Türen.
Das Türsturzprofil hat passende Aussparungen, je nach gewünschter Türbreite.
Dann kannst Du´s erst mal mit Klebeband fixieren.
Bring es jetzt auf die nötige Höhe.
Denk dabei auch an den späteren Fußbodenaufbau.
Da wo Du die Winkel verschraubst, muss unter der Verkleidung ein Sparren oder ein Wechsel sein, damit das richtig hält.
Die weiteren Ständerprofile werden nur lose in die UW Profile gestellt, alle mit der Öffnung in die gleiche Richtung.
auch über dem Türsturzprofil.
Alles klar, das Gerippe steht. Weiter geht’s mit den Platten.
Du fängst am besten mit der Wandseite an, die mehr Installationen erfordert.
Bei Gipskarton reicht´s, wenn Du die Platte einfach anritzt,
dann bricht sie da fast von allein. Und das Papier durch schneiden.
Zur Entkopplung legst du was drunter am Boden mindestens 3 Milimeter,
3 bis 5 Milimeter an der Wand.
Am Aussteifungsprofil der Tür muss die Platte dagegen bündig sein.
Jetzt noch prüfen, ob sie im Wasser ist, dann kannst Du sie mit den Schnellbauschrauben festmachen.
Nimm so einen Schraubvorsatz, dann sitzt die Schraube genau richtig, leicht versenkt in der Gipskartonplatte.
Der Abstand zwischen den Schrauben ist abhängig von Deiner Konstruktion.
Da musst Du Dich genau an die Herstellervorgaben für Deine Wand halten. Hier sind’s 40 Zentimeter.
An den UA Profilen der Tür musst Du Schnellbauschrauben mit Bohrspitze nehmen. Anders wird das sonst nix mit dem dicken Blech.
Auf der anderen Seite der Tür machst Du weiter.
Markier Dir die Lage der CW Profile auf dem Boden, die siehst Du nämlich gleich nicht mehr.
Die beiden Platten müssen jetzt absolut auf gleicher Höhe und im Wasser sitzen, sonst läuft’s später über der Tür aus dem Ruder.
Die Platten werden immer der Reihe nach verschraubt.
Schrauben dürfen nie gleichzeitig durch UW und CW Profile geschraubt werden, also nicht da wo sie ineinander gehen.
Und schon kommt die zweite Reihe.
Siehst Du, jetzt ziehen sich Deine Ständerprofile langsam zusammen mit den Platten fest.
Wenn Du keine Platten verschwenden willst, kannst Du die nächste Reihe auch mit Reststücken fortsetzen.
Die Übergänge müssen nur auf den Ständerprofilen sitzen.
Schnittkanten mit nem Cuttermesser oder dem Kantenhobel anfasen.
Das gleiche gilt, wenn bei ner langen Wand die Plattenlänge nicht reicht und du zwei Platten nebeneinander setzen musst.
Über die Tür kann auch ne ganze Platte.
Den nötigen Türausschnitt dann reinsägen. Geht bei den beiden senkrechten Schnitten mit ner Stichsäge.
So machst Du weiter, bis die erste Lage fertig ist.
Übertrag die Lage der Aussteifungsprofile auch auf die Decke.
Bevor die zweite Lage kommt, werden die Fugen verspachtelt.
Dafür die angefasten Schnittkanten mit Tiefengrund vorbehandeln.
Dann spachteln. Schütte das trockene Material ins Wasser, nie umgekehrt.
Und halt Dich an die Mengenangaben auf der Verpackung.
Wenn Deine Platten imprägniert sind, muss die Spachtelmasse das natürlich auch sein.
Jetzt siehst Du auch, warum Du die Platten anfasen musstest.
Achte auch drauf, dass die Schraubenköpfe alle versenkt sind.
Die Fuge außenrum lässt Du frei, die kommt später.
Jetzt muss das Ganze erst mal trocknen, wie lang steht auf der Packung.
Alles trocken,
dann überstehende Kanten mit dem Spachtel abstoßen
– und die nächste Lage drauf.
Starte mit ner halben Platte, damit die horizontalen Fugen nicht übereinander liegen.
Sonst sind da Risse vorprogrammiert.
Wieder 3 Millimeter hoch – ausrichten – und festschrauben.
Diesmal mit längeren Schrauben, Du musst ja durch die erste Plattenlage durch.
Die zweite Plattenhälfte passt auf der anderen Seite.
Wieder prüfen, dass die Reihe absolut im Wasser ist.
Und festschrauben.
Den Rest kennst Du, so geht’s jetzt Schritt für Schritt nach oben weiter.
Der Schraubenabstand ist bei der zweiten Lage kleiner, hier alle 20cm.
Fang auf einer Seite an und arbeite Dich der Reihe nach bis zur anderen Seite vor.
Markier Dir auf den Platten die Lage der CW Profile, damit Du nicht ins Leere schraubst.
Jetzt nochmal zum Ausmessen der Platten an der Dachschräge:
Setz Dein gerades Plattenstück auf und miss unten den Abstand zur Dachschräge.
Das Maß zeichnest Du oben an und ziehst ne gerade Linie in die Ecke unten links.
So hast Du Deinen Winkel exakt übertragen.
An der Tür gehen unsere Platten jetzt genau auf.
So horizontal in einer Linie mit dem Türsturzprofil ist das übrigens in Ordnung.
Senkrecht mit dem UA Aussteifungsprofil geht das nicht.
Auch wieder weil’s Risse geben könnte. Lass die Platten über der Tür zusammenstoßen.
Achte auf die richtigen Abstände zu den angrenzenten Bauteilen.
Du erinnerst dich, das sind 3-5 mm.
Dann heißt’s wieder: Tiefengrund, Spachtelmasse, trocknen, und abstoßen.
Prima, die erste Seite steht.
Jetzt können alle Installationen gemacht werden.
An den Stellen, wo Du später was festschrauben willst, machst Du Dir ne Trägerplatte hin.
Weiter zur Wand. Die wird jetzt gedämmt, damit nicht jedes Geräusch durchkommt.
Die Dämmung schneidest Du Dir mit nem Dämmstoffmesser auf Maß und stellst sie einfach dazwischen.
Reste kannst Du auch stückeln.
Und wieder Gipskartonplatten,
fang mit ner geteilten Platte an,
dann sind die horizontalen Fugen auch versetzt zu denen auf der anderen Wandseite.
Das gleiche gilt für die senkrechten Fugen.
Die müssen auch auf beiden Seiten des Ständerwerks versetzt sein.
Für den Lichtschalter oder Steckdosen bohrst Du ein Loch.
Aufzeichnen. Mit ner Lochsäge Loch rein.
68 Millimeter hat so ne Dose.
Kabel durch festmachen. Den Rest macht Dein Elektriker.
Und irgendwann kommt auch hier die letzte Platte. Zumindest wieder für die erste Lage.
Tiefengrund pinseln, spachteln, und trocknen lassen.
Abstoßen, und die letzte Plattenlage drauf, wieder versetzt zur ersten Lage.
Genau ausrichten.
Und endlich ist der Moment da, die letzte Platte!
Tiefengrund, Spachtelmasse. Aufziehen.
Und wieder alle Schraublöcher zu.
Ergänzend kannst Du in die Fugen auch Bewehrungsstreifen einarbeiten.
Bei unserer Spachtelmasse ist das aber nicht nötig.
Auf zum Endspurt, jetzt geht’s noch an die Oberfläche.
Die machst Du so weit fertig, wie Du sie brauchst.
Man spricht da von Oberflächengüte.
Darum kommt jetzt noch ne Schicht Feinspachtelmasse drauf. Die gibt’s fertig angemischt.
Zieh sie mit ner Glättekelle über die Fugen flächig auf.
Wenn’s dann getrocknet ist, kannst Du schleifen. Am einfachsten mit so nem Schleifgitter.
Bevor Du die Fugen ausspritzt, machst Du sie sauber.
Dann kommen erstmal Fugenfüllprofile rein.
Damit sicherst Du die Zweiflankenhaftung.
Einmal umlaufend in den Spalt am Rand.
Für’s verfugen nimmst Du was, das zu Deinem Trockenbausystem passt.
Sauber mit nem Fugengummi abziehen.
Geschafft. Zumindest für heute.
Wie es weitergehen könnte siehst Du in unseren anderen Filmen.
Lad dir die Material und Werkzeugliste runter und los geht’s mit deiner Trennwand.